Zeltpflege

Wissenswertes zur Zeltpflege und dem Gebrauch von Leichtgewichtszelten

Mein Zelt – hundertprozentig wasserdicht?

Konstruktionsbedingt weist je­des Zelt Bereiche auf, an de­nen un­ter be­stimm­ten Bedingungen ein Wassereintritt mög­lich ist:

Nähte sind grund­sätz­lich nicht dicht und müs­sen bei je­dem Zelt von au­ßen mit­tels ei­nes Nahtdichters ver­sie­gelt wer­den (be­son­ders wich­tig über ein­ge­näh­ten Laschen zu Aufhängung des Innenzelts). Nahtbandversiegelungen von in­nen (sog. Tapes) hal­ten nicht ewig, auch hier wird nach ei­ni­ger Zeit ei­ne Versiegelung von au­ßen not­wen­dig. die Versiegelung muss von Zeit zu Zeit er­neu­ert wer­den.

Bereiche in de­nen Reißverschlüsse den Zugang zum Zelt er­mög­li­chen, las­sen sich nie­mals hun­dert­pro­zen­tig dich­ten. Beim Aufbau soll­te man ei­nen wind­ge­schütz­ten Platz wäh­len und den Eingangsbereich mög­lichst nicht ge­gen den Wind aus­rich­ten.

Ein Zelt im Fjäll

Mein Zelt – ein Leben lang?

Gute Leichtgewichtszelte kön­nen zwar Stürmen stand­hal­ten, letzt­lich sind sie aber ei­ne ver­letz­li­che Sache, bit­te be­ach­te:

  • bau­en Dein neu­es Zelt we­nigs­tens ein­mal vor dem Urlaub auf und be­ach­te da­bei un­be­dingt die Aufbauanleitung. Ist dem Zelt aus­nahms­wei­se kei­ne Aufbauanleitung bei­ge­legt, er­fra­ge bei uns die rich­ti­ge Vorgehensweise. Geht beim ers­ten Mal ir­gend­et­was un­ge­wöhn­lich schwer, fra­ge lie­ber nach.
  • al­le bis­her be­kann­ten Materialien, die bei Leichtgewichtszelten Anwendung fin­den, sind emp­find­lich ge­gen­über UV-Bestrahlung. Sind die­se Materialien über ei­nen län­ge­ren Zeitraum star­ker UV-Bestrahlung aus­ge­setzt, wer­den sie sprö­de und brü­chig. Auch hier ist die Wahl ei­nes ge­eig­ne­ten Zeltplatzes (schat­tig), das bes­te Mittel.
  • Der Zeltboden soll­te durch die Verwendung ei­ner Unterlegplane ge­schützt wer­den. Profis le­gen ih­re Isoliermatte un­ter den Zeltboden und spa­ren sich so das Gewicht der Unterlegplane.
  • auch Aluminiumgestänge kön­nen bre­chen! Eine Reparaturhülse ge­hört in je­den Zeltsack. Verformte Aluminiumgestänge be­ein­träch­ti­gen die Funktion des Zelts nicht, sie dür­fen auf kei­nen Fall wie­der „ge­ra­de­ge­bo­gen“ wer­den, dies führt frü­her oder spä­ter zum Bruch.
  • las­se die ein­zel­nen Gestängesegmente bit­te nicht un­ter Ausnutzung der Kraft der Gummischnur in­ein­an­der­schnap­pen, am Gestänge kön­nen da­bei klei­ne Verletzungen, Grate oder Ähnliches ver­ur­sacht wer­den, die bei­spiels­wei­se. das Gewebe der Gestängekanäle ver­let­zen kön­nen, ste­cken al­so die Segmente ein­zeln sorg­sam in­ein­an­der.
  • Sand soll­te re­gel­mä­ßig aus dem Zelt ge­schüt­telt, nicht ge­bürs­tet oder ge­fegt wer­den.
  • nach Benutzung soll­te das Zelt mit ei­nem Schwamm und ei­ner mil­den Seifenlauge ge­rei­nigt und an­schlie­ßend ab­so­lut tro­cken auf­be­wahrt wer­den. Nur so las­sen sich Stockflecken, Schimmel, Geruch und Verfärbung ver­mei­den.
  • nö­ti­ge Reparaturen soll­ten so­fort er­le­digt wer­den, das spart Stress vor oder im nächs­ten Urlaub.