Tourentipp: Albsteig

Auf dem mittleren Teil des 16 Etappen langen Albsteigs führt uns der Weg von Gingen an der Fils nach St. Johann. Der raue Charme der Schwäbischen Alb wird durch schroffe Felshänge und zahlreiche Burgruinen repräsentiert, während fantastische Panoramablicke die steilen Aufstiege vergessen lassen.

Unsere Tour beginnen wir nach Anreise mit Bahn und Bus in Gingen. Noch im Bus haben wir die Regenbekleidung angezogen und die brauchen wir in den ersten beiden Stunden auch dringend. Die Streuobstwiesen entschädigen für den Regen. Danach reißt der Himmel auf und wir wandern auf einsamen Pfaden in Richtung Bläsiberg. Unsere Unterkunft im Gasthof Bläsiberg hat einen festen Platz in den Familiengeschichten gefunden, von einer Übernachtung dort ist dringend abzuraten. Am nächsten Tag freuen wir uns schon auf Ruinen und Burgen. Los geht es mit der Ruine Reußenstein, danach wunderbar am Albtrauf entlang bis zum Breitenstein. Von dort können wir gar einen Blick nach Stuttgart werfen. Es zieht uns weiter, denn wir wollen noch zur Burg Teck. Eine Übernachtung ist uns dort leider nicht vergönnt, aber nach einem weiteren Regenguss gönnen wir uns Kaffee und Kuchen. Nach einer unspektakulären Übernachtung in Unterlenningen starten wir am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein. Wir kommen auch gar nicht weit, da lockt uns der Sulzberghof. Auf der Terrasse lässt es sich gut verweilen. Ein Stückchen Kuchen später machen wir uns dann wirklich auf und steigen auf die Baßgeige. Nach Erkenbrechtsweiler geht es leider ein bisschen an der Straße entlang zur Burg Hohenneuffen. Die mächtige Anlage erkunden wir in Ruhe, der Aufstieg muss sich ja lohnen. Abwärts geht auf kleinen Steigen bis Hülben.

Nach der Ortsdurchquerung nähern wir uns dem Etappenziel Bad Urach. Kurz vor dem Ortseingang erwischt uns ein kräftiges Gewitter. Patschnass stehen wir vor unserem Hotel Bischoffs und triefen auf den schönen Teppich. Eine Dusche und ein Eis später sitzen wir gemütlich im Kesselhaus und lassen den Tag ausklingen. Gleich hinter dem Ortsausgang besuchen wir die Burg Hohenurach. Kindheitserlebnisse werden wach. Und jetzt hören wir auch schon den Uracher Wasserfall rauschen. Das Gewitter vom Vortag hat den Brühlbach ordentlich anschwellen lassen, der sich hier 37m fallen lässt. Nach diesem Anstieg verläuft der weitere Weg heute mal fast eben. Vorbei geht es an den Rutschenfelsen und zwei Gestüten auf die sonnige Hochebene von St. Johann. Wir schaffen es gerade noch trocken in den Gasthof Stahlecker Hof. Hier lassen wir unsere Tour ausklingen und verabreden uns gleich für die Fortsetzung. Trotz wechselhaftem Wetter waren die Tage zu schön, um aufzuhören.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.